Jana Schlosser – Setzerwissen – Grammatur
Jana Schlosser – Setzerwissen – Grammatur

Grammatur

Flächengewicht

Das Gewicht von einem Papier­bo­gen im Aus­maß von 100 x 100 cm (z.B. 80 g/qm).
Füh­lung.

 

Mit der Gram­ma­tur wird das Flä­chen­ge­wicht unter­schied­li­cher Papie­re, ins­be­son­de­re auch inner­halb einer Papier­sor­te, ver­gleich­bar. Wobei die­ses Gewicht nicht unbe­dingt etwas über die Stär­ke des Papiers aus­sagt. Die Gram­ma­tur des Papiers hat einer­seits Ein­fluß auf die tech­ni­sche Pro­duk­ti­on, also Druck­pro­zess, ‑wei­ter­ver­ar­bei­tung und Ver­sand. Sie hat ande­rer­seits gro­ßen Ein­fluß auf die Wahr­neh­mung der Druck­sa­che, mit­tels Hap­tik und Farb­wie­der­ga­be. Man kann Gram­ma­tur also durch­aus “füh­len”.

Gram­ma­tu­ren zwi­schen 80 g/qm bis zu 235 g/qm wer­den als Papier bezeich­net. Ab 250 g/qm spricht man von Pap­pe. Der Begriff “Kar­ton” ist eher eine umgangs­sprach­li­che Bezeich­nung für Pap­pen bis zu 600 g/qm. Rich­tig span­nend sind soge­nann­te Dünndruck- oder Bibel­pa­pie­re. Die­se wei­sen eine Gram­ma­tur von 25 bis 60 g/qm auf und sind sehr hoch­wer­tig. Sie wer­den meist zum Druck beson­ders umfang­rei­cher Wer­ke, wie z.B. der Bibel oder Lexi­ka genutzt.

Im Cor­po­ra­te Design wer­den Papie­re von 80 g/qm bis 120 g/qm für Brie­fe und Prä­sen­ta­tio­nen ver­wen­det. Visi­ten­kar­ten soll­ten wenigs­tens 250 g/qm haben.

Grund­sätz­lich gilt, dass die Gram­ma­tur kein Indiz für die Qua­li­tät der Papier­sor­te ist. Die Qua­li­tät von Papie­ren misst sich an ihrer Opa­zi­tät (Dich­te), Reiß­fes­tig­keit und ihrer Oberfläche.

Hast du schon ein­mal Visi­ten­kar­ten dru­cken las­sen und muss­test dich für eine bestimm­te Gram­ma­tur und Papier­sor­te ent­schei­den? Hier soll­test du unbe­dingt auf die Wir­kung der Hap­tik ach­ten, denn die Visi­ten­kar­te ist wie ein Hän­de­druck. Sie wird beim Über­rei­chen gefühlt.

Wenn du Fra­gen zu Papier­sor­ten und Anwen­dun­gen hast, dann sprich mich an.

 

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