Jana Schlosser – Podcast – #41 Selfpublishing

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#41 Selfpublishing

Die 7 to-dos zum eigenen Buch

Als ich vor 2018 zum ers­ten Mal ein „ech­tes“ Coa­ching buch­te, da wur­de mir vor­ge­schla­gen, ich sol­le doch ein eige­nes Rat­ge­ber­buch ver­öf­fent­li­chen, um als Exper­tin sicht­bar zu wer­den. Schritt für Schritt wür­de ich Anlei­tung und Hil­fe­stel­lung bei der abso­lut revo­lu­tio­nä­ren Ver­mark­tung bekom­men. Und noch dazu wirk­lich neben­bei rich­tig gut Geld damit verdienen.

Ich habe es durch­ge­zo­gen. Das drei­tä­gi­ge Coa­ching absol­viert und viel über mich und mei­ne Emo­tio­nen gelernt. Und einen Rat­ge­ber geschrie­ben habe ich auch. Doch ver­öf­fent­licht habe ich ihn nicht. Denn ich hat­te ein­fach kei­ne Ahnung vom Rat­ge­ber schrei­ben. Was das Geld ver­die­nen angeht, na, da bin ich wahr­schein­lich ein­fach einem – ich will mal sagen – Gano­ven aufgesessen.

Und doch ist das Her­aus­ge­ben eines ganz eige­nen Buches eine fei­ne Sache. Davon bin ich über­zeugt. Doch wor­auf soll­test du achten?

Hallo und herzlich willkommen

zu einer neu­en Epi­so­de von Snack­able – häpp­chen­wei­se Gra­fik­tipps. Mein Name ist Jana Schlos­ser und ich bin Gra­fik­de­si­gne­rin und gestal­ten­de Bera­te­rin und Bücher, tja, die lie­be ich. Sowohl als Lese­rin als auch als Gestalterin.

Und da eine mir lie­be Kun­din ganz kon­kret frag­te, spre­che ich heu­te über die wich­tigs­ten Din­ge, die du beach­ten soll­test, wenn du dein Buch selbst her­aus­ge­ben möchtest.

Grundvoraussetzung

ist natür­lich, dass du ein The­ma, eine Exper­ti­se oder eine Idee hast, über die du schreibst. Denn das Schrei­ben soll­test du natür­lich bereits machen oder sogar gemacht haben. Wenn du dir über dein eige­nes Schrei­ben kön­nen nicht sicher bist, aber unbe­dingt ein The­ma ver­öf­fent­li­chen möch­test, dann nut­ze die Unter­stüt­zung eines Ghost­wri­ters. In die­sem Fall wür­den die ers­ten bei­den der jetzt fol­gen­den Punk­te aller­dings weg­fal­len, denn die wür­de ja dein Ghost­wri­ter für dich schon erledigen.

 

Die 7 To-dos zum perfekten Buch

Zum Inhalt

✨ To-do Rechtschreibung

Hast du dein Werk Kor­rek­tur lesen las­sen? Schon in mei­ner Aus­bil­dung zur Schrift­set­ze­rin gab es neben den Set­zern die Kor­rek­to­ren. Man kann sei­ne eige­nen Tex­te nicht selbst Kor­rek­tur lesen! Man ist sozu­sa­gen betriebs­blind. Ulri­ke Par­then schrieb neu­lich einen lus­ti­gen Bei­trag auf Lin­kedIn zu sol­chen Wort­ver­dre­hern, wie z.B. Weh­muts­trop­fen statt Wermutstropfen.

In der Gestal­tung von Büchern wird im Durch­schnitt von drei Kor­rek­tur­gän­gen aus­ge­gan­gen. Denn auch Kor­rek­tu­ren kön­nen wie­der Feh­ler haben … usw.

✨ To-do Lektorat

Wenn du wirk­lich sicher gehen willst, dass der Inhalt in sich rund ist, dann nut­ze unbe­dingt einen pro­fes­sio­nel­len Lek­tor. Im Gegen­satz zum Kor­rek­tor schaut der Lek­tor nicht auf die Recht­schrei­bung und Gram­ma­tik (oder nur im neben­bei), son­dern nach dem Inhalt. Ist der Inhalt in sich stim­mig? Gibt es kei­ne fal­schen Daten, Namen oder zeit­li­che Ver­dre­hun­gen? Passt der Sprach­duk­tus vom Anfang bis zum Ende? Und er schaut auch auf die Quel­len. Hier kommt es natür­lich dar­auf an, ob du eine Erzäh­lung, einen Kri­mi oder einen Rat­ge­ber schreibst. Je nach­dem ist das Lek­to­rat auf­wen­di­ger oder auch notwendiger.

 

Zur Gestaltung

✨ To-do Covergestaltung

Ach­te bei der Gestal­tung des Covers auf eine pla­ka­ti­ve Dar­stel­lung. Pla­ka­tiv heißt ganz ein­fach: Titel und The­ma müs­sen in Mil­li­se­kun­den erkenn­bar sein. Da ja nur wenig Text nötig ist, kannst du hier ruhig ein biss­chen knal­lig sein. Far­be, Typo­gra­fie und auch illus­tra­ti­ve Ele­men­te dür­fen eine wage­mu­ti­ge Mischung dar­stel­len. Denn dein Anlie­gen ist es, aus der Mas­se zwi­schen ande­ren Büchern in einer Buch­hand­lung oder auch auf online-Plattformen wie Ama­zon auf­zu­fal­len. Sprich: gese­hen zu wer­den. D.h., der Titel muss auch bei sehr ver­klei­ner­ter Abbil­dung gut les­bar sein. Die Dar­stel­lun­gen der Cover im Inter­net sind winzig.

✨ To-do Buchaufbau

Der Auf­bau des Innen­teils eines Buches folgt ziem­lich fest­ge­leg­ten Regeln. Z.B. einer ganz bestimm­ten Sei­ten­rei­hen­fol­ge. Die soge­nann­te Titelei legt fest, wo das Impres­sum, der Innen­ti­tel und das Inhalts­ver­zeich­nis ste­hen. Die Pagi­nie­rung, also die Sei­ten­zah­len, begin­nen immer auf der rech­ten Sei­te. Gera­de Zah­len ste­hen also auf lin­ken Sei­ten und unge­ra­de auf rech­ten Sei­ten. Das Buch star­tet mit einer Wid­mung, dem Inhalts­ver­zeich­nis oder Vor­wort. Am Ende eines Buches ste­hen das Regis­ter, die Dank­sa­gung und bei Bedarf Quel­len­an­ga­ben. Auch kann hier natür­lich noch ein Zusatz zu dir als Autorin oder Autor stehen.

✨ To-do Buchgestaltung

Schrift ist nicht gleich Schrift. Du kannst mit einer schö­nen Typo­gra­fie viel für die bes­se­re Les­bar­keit dei­nes Inhalts tun und auch den Umfang des Gesamt­werks beein­flus­sen. Hast du z.B. sehr vie­le Manu­skript­sei­ten, dann ist eine Schrift, die wenig Platz ein­nimmt sinn­voll. Sind es eher nur 25 Manu­skript­sei­ten und du willst dar­aus trotz­dem ein rich­ti­ges Buch und kei­ne Bro­schü­re erstel­len, dann nützt dir eine raum­grei­fen­de­re Schrift mehr. Auch kann natür­lich viel über die Schrift­grö­ße und den Zei­len­ab­stand, die Satz­brei­te und auch die Aus­nut­zung des Buch­for­mats beein­flusst werden.

Nicht umsonst gibt es Jahr­hun­der­te alte Regeln zum Schrift­satz. Die­se wur­den zur bes­se­ren Les­bar­keit, aber auch für die Schön­heit ent­wi­ckelt. Denn ein schön gestal­te­tes Buch liest sich auch viel besser.

Bei man­chen Büchern ist es sinn­voll, mit­hil­fe von Gra­fi­ken, Tabel­len oder Illus­tra­tio­nen den Inhalt zu unter­ma­len. Und Fotos müs­sen vor dem Druck in den CMYK-Farbraum umge­wan­delt wer­den und natür­lich auch in ihrer Bild­auf­lö­sung stim­men. Gedruckt wird bei far­bi­gen Abbil­dun­gen in 300 dpi, bei Strich­gra­fi­ken in 1200 dpi Auflösung.

Ich emp­feh­le dir im Prin­zip immer die Unter­stüt­zung durch einen pro­fes­sio­nel­len Grafiker.

 

Zum Druck

✨ To-do Druckvorstufe

Wo möch­test du dein Werk dru­cken las­sen? Viel­leicht nutzt du ja die Vor­tei­le von Druck-on-Demand? Egal, wo dein Werk her­ge­stellt wird, erkun­di­ge dich vor­ab nach den druck­tech­ni­schen Ein­stel­lun­gen dei­ner Buch­da­tei. Das ist kein Hexen­werk und die meis­ten Dru­cke­rei­en haben Pro­dukt­in­for­ma­tio­nen, nach denen du die Ein­stel­lun­gen vor­neh­men kannst.

 

Zur Veröffentlichung

✨ To-do Marketing

Ich hat­te die­se Lis­te neu­lich bereits bei Lin­kedIn in einem Bei­trag ver­öf­fent­licht und war von der Tex­te­rin Kar­la Nowak dar­auf hin­ge­wie­sen wor­den, dass die­ser Aspekt in mei­ner Samm­lung noch fehl­te. Mar­ke­ting. Vie­le Autoren gehen davon aus, dass sie ihr Werk ver­mark­ten, wenn es bereits fer­tig gedruckt vor ihnen liegt. Der Vor­teil unse­rer heu­ti­gen Welt der sozia­len Netz­wer­ke besteht aber dar­in, poten­zi­el­le Inter­es­sen­ten bereits in den Ent­ste­hungs­pro­zess ein­zu­be­zie­hen. Jeder Schritt, begin­nend beim Ver­fas­sen des Tex­te bis schließ­lich zur Druck­ab­ga­be ist wich­tig und auf­re­gend. Es gibt zau­ber­haf­te Accounts von Buch­pro­jek­ten, die ihre Leser­schaft so sehr in ihren Bann zie­hen, dass der Kauf des Buches dann die logi­sche Kon­se­quenz darstellt.

 

In Kürze

Zusam­men­ge­fasst ging es gera­de um:
den Inhalt = Kor­rek­to­rat und Lek­to­rat
die Gestal­tung = Cover, Buch­auf­bau, Design
den Druck = Druck­vor­stu­fe und Bild­be­ar­bei­tung
die Ver­öf­fent­li­chung = Marketingmöglichkeiten

 

Hast du alles bedacht?

Dann kann auch nichts schief­ge­hen und du hältst bald selbst dein eige­nes Buch in den Hän­den. Und wenn du Fra­gen hast oder einen pro­fes­sio­nel­len Gra­fi­ker an dei­ner Sei­te brauchst, dann kann ich dich unterstützen.

 

Hast du Fragen?

Wie zu Beginn der Epi­so­de kurz ange­deu­tet, lie­be ich Schrift und Typo­gra­fie. Und ich durf­te in mei­nen 20 Jah­ren Selbst­stän­dig­keit wirk­lich vie­le Cor­po­ra­te Designs, Bücher und Web­sites gestal­ten. Wenn du lie­ber pro­fes­sio­nel­le Unter­stüt­zung suchst, dann sprich mich an. Kon­takt­in­for­ma­tio­nen oder auch die Buchung eines kos­ten­frei­en Erst­ge­sprächs fin­dest du auf mei­ner Web­site: www.janaschlosser.de

 

Spoiler für die nächste Episode

Du willst dir ein eige­nes Unter­neh­men als Selbst­stän­di­ge auf­bau­en und bist dir bewusst, dass du dir dafür eine Mar­ke ent­wi­ckeln musst. Doch was ist eine Mar­ke und noch viel wich­ti­ger: womit star­ten? Denn auch der Auf­bau einer Mar­ke ent­steht im Gehen.

Bis dahin, sei neu­gie­rig,
dei­ne Jana

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