Jana Schlosser – Setzerwissen – Klischee
Jana Schlosser – Setzerwissen – Klischee

Klischee

Stereotypie

Nennt man jeden auf dem Wege der Ätzung, Gra­vie­rung, Schnei­de­kunst oder durch Abfor­mung her­ge­stell­ten Druck­stock.
Abklatsch.

 

Der Begriff Kli­schee lei­tet sich vom fran­zö­si­schen cli­ché ab und bedeu­tet Abklatsch (Abzug). Er wird in sei­ner ursprüng­li­chen Form eher nicht mehr gebraucht, hat sich aber als Syn­onym etabliert.

⭐️ eine Ste­reo­ty­pe (klo­nen)
Das Kli­schee ist im Druck­we­sen ein Druck­stock im Hoch­druck­ver­fah­ren aus Holz, Kup­fer, Mes­sing, Zink o.ä. Prak­tisch gese­hen ist es die Grund­la­ge, um Fotos oder Illus­tra­tio­nen ver­viel­fäl­ti­gen zu kön­nen. Bei Halb­ton­ver­fah­ren (Fotos) wur­den Ras­ter­ät­zun­gen, bei Strich­vor­la­gen (Zeich­nun­gen) wur­den Strich­ät­zun­gen her­ge­stellt. Da das klas­si­sche Hoch­druck­ver­fah­ren heu­te eher his­to­ri­sche Bedeu­tung hat, wird das Kli­schee kaum noch verwendet.

⭐️ ein Stil­mit­tel oder bes­ser: Abklatsch
Im heu­ti­gen Gebrauch ist das Kli­schee eher eine abge­nutz­te oder ver­schlis­se­ne Form von Abbil­dung, Rede­wen­dung oder Denk­sche­ma­ta. Ehe­mals eine inno­va­ti­ve Vor­stel­lung, Redens­art, ein Kunst­werk oder auch ein Stil­mit­tel, bil­det es heu­te eher geis­tig oder sprach­lich Scha­blo­nen­haf­tes ab.

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