Jahresrückblog 2025

4. Januar 2026
Jana Schlosser – Bücherschnüfflerin

Mein Jahresrückblog 2025 in drei Worten: Wer bin ich?

Prolog

Vor mehr als 30 Jah­ren las ich auf einer Rei­se durch Nica­ra­gua das Buch »Die Wand« von Mar­len Haus­ho­fer. Es han­delt von einer Frau, die sich abends frü­her von ihren Freun­den ver­ab­schie­det und in eine Berg­hüt­te zurück­geht und am nächs­ten Mor­gen schein­bar der ein­zi­ge Mensch auf der Welt ist. Denn als sie den gewohn­ten Weg zum Dorf zurück gehen will, stößt sie völ­lig uner­war­tet gegen eine glä­ser­ne Wand. Die­se Wand grenzt sie ein. Sie kann alles dahin­ter sehen, auch, dass es kei­ne mensch­li­chen Lebens­zei­chen gibt, doch sie kommt nicht hin­durch. Mich hat das Buch erschüt­tert. Nach­dem ich es in einem Ritt durch­ge­le­sen hat­te, habe ich es nie wie­der in die Hand genom­men. Auch heu­te noch fürch­te ich mich vor der dar­in beschrie­be­nen Abgeschnittenheit.

Zwischenweltenzeit

Im Juli 2025 erhielt ich die Dia­gno­se Brust­krebs. Es war, als lie­fe ich gegen eine sol­che glä­ser­ne Wand. Die Erschüt­te­rung mei­nes Da-​seins. Dahin­ter zwar Leben, aber ich hier, abge­schnit­ten und in einem ande­ren Raum. Mein stets nach außen gerich­te­ter Blick wand­te sich zwangs­wei­se nach innen. Die alles ent­schei­den­de Fra­ge war plötz­lich: Wer bin ich?

Ich bin dank­bar. Denn ich lebe in einem Land mit einem gesetz­lich ver­füg­ten medi­zi­ni­schen Sys­tem. Krebs ist immer bes­ser erforscht, immer weni­ger Men­schen erhal­ten mit der Dia­gno­se ein Todes­ur­teil, und ich hat­te Glück. Kei­ne Che­mo­the­ra­pie, kla­re Behand­lungs­vor­ga­ben, alles auf­ein­an­der abge­stimmt bis hin zur vier­wö­chi­gen Reha­bi­li­ta­ti­ons­kur im Dezem­ber. Heu­te bin ich geheilt, auch wenn ich noch für die nächs­ten fünf Jah­re Medi­ka­men­te und Nach­sor­ge erhal­te. Was für ein Glück.

Ich bin dank­bar. Denn die­se Dia­gno­se hat mich an mei­ne inne­ren Denk­gren­zen gebracht. Ich durf­te Kun­den erle­ben, die mir gedul­dig die nöti­ge Zeit und Ruhe gaben, lang­sa­mer als geplant an ihren Pro­jek­ten zu arbei­ten. Ich habe ler­nen dür­fen, um Unter­stüt­zung und Hil­fe zu bit­ten und die Erfah­rung gemacht, dass sie da ist, die Hil­fe und Unter­stüt­zung. Ich muss nur fra­gen. Ich durf­te ler­nen, Gren­zen zu set­zen und nein zu sagen. Und sogar Bezie­hun­gen abzu­bre­chen, die mir gar nicht gut taten. Und ich hat­te plötz­lich viel Zeit, um mir selbst die Fra­ge zu beant­wor­ten, was im Leben mir so wich­tig ist, dass ich es unbe­dingt rea­li­sie­ren will.

Ich bin dank­bar, denn ich wur­de kla­rer und stren­ger im Umgang mit mir selbst, mei­nen Wün­schen, Ideen und Vor­ha­ben. Gesund­heit ist plötz­lich nicht mehr ein­fach da, ich bin nicht unver­wund­bar. Irgend­wo las ich, dass eine sol­che Dia­gno­se das Ende der Unver­sehrt­heit ist. Ja, das ist sie. Da ist ein Stück Ver­trau­en in mich und mein Leben ver­lo­ren gegan­gen. Doch das ist nicht das Ende.

Rück­bli­ckend bin ich mil­der gewor­den. Stil­ler, aber nicht lei­se. Kla­rer, vol­ler Lust auf Leben und mein Pro­jekt Schön­heit. Und auf die Arbeit, die ich unbe­dingt tun will.

Eierlegende Wollmilchsau

Ich star­te­te 2025 enthu­si­as­tisch. Hat­te ich mir doch ein Jah­res­coa­ching bei Son­ja Van­d­rei gebucht. Ich woll­te nicht mehr die eier­le­gen­de Woll­milch­sau sein. Als Gra­fi­ke­rin kann ich das näm­lich: gefühlt alles gestal­ten, was gestal­tet wer­den muss und irgend­wie zu Druck und Web gehört. Doch das Hand­werk ist so viel­schich­tig, die Pro­gram­me so unend­lich und die Auf­ga­ben so kom­plex gewor­den, dass ich mich völ­lig in den viel­fäl­ti­gen Wün­schen mei­ner Kun­den ver­lo­ren habe.

Zwi­schen­durch glaub­te ich tat­säch­lich, ich kön­ne mir mit Unter­stüt­zung von KI die Arbeit erleich­tern. Kann ich natür­lich. Ich habe in die­sem Jahr auch viel mit ihr aus­pro­biert und gear­bei­tet. Nur Bil­der gene­rie­ren oder Buch­lay­outs erstel­len, das geht nicht. Mei­ne gestal­te­ri­sche Lat­te liegt zu hoch. Vie­le Ergeb­nis­se sind ganz nett. Doch nicht wirk­lich pro­fes­sio­nell. Und sie las­sen sich bis heu­te nicht so von mir beschrei­ben (promp­ten), dass ich tat­säch­lich Zeit oder Kapa­zi­tä­ten spa­re. Am Ende ist es mein Kopf, der die Lösun­gen gene­riert. Und KI darf mir hier und da hel­fen. Ich bin sehr gespannt, wo die Ent­wick­lung hin­geht und wie viel mei­ner prak­ti­schen Arbeit an sie abwan­dert. Doch mein Kopf bleibt bei mir und den brau­chen mei­ne Kund:innen auch weiterhin.

Die schöns­ten Kun­den­pro­jek­te waren in die­sem Jahr Buch­ge­stal­tun­gen. Mit Tho­mas Nagel star­te­te ich sogar sein Buch­vor­ha­ben unter dem Mot­to: wir machen dar­aus ein “schöns­tes Buch”. Das ist eine Ansa­ge, denn die Aus­zeich­nung “schöns­tes Buch” erhält man von der Stif­tung Buch­kunst zur Leip­zi­ger Buch­mes­se, die sehr vie­le Vor­ga­ben dafür hat. Ob wir die­sen Preis tat­säch­lich bekom­men ist nicht gewiss, doch das Ziel moti­vier­te uns sehr. Noch ist es nicht ganz fer­tig gedruckt. Ins­ge­samt war es eine rund­um groß­ar­ti­ge Arbeit, auch in der Zusam­men­ar­beit, die mich mit Lek­to­rat, Dru­cke­rei und Autor eng ver­bun­den hat. Jetzt bin ich sehr gespannt auf das Ergebnis.

Buchschnüfflerin

Im Novem­ber erhielt ich von Anja Tim­mer­mann im Rah­men ihres Sto­rytel­ling Sym­po­si­ums die Mög­lich­keit in einem 5‑Minuten-​Vortrag mei­ne ganz per­sön­li­che Lie­bes­ge­schich­te zu Büchern vor­zu­tra­gen. Nein, es ging natür­lich ums Busi­ness. Es war mein ers­ter Vor­trag die­ser Art und es war total auf­re­gend und hat Spaß gemacht. Und noch viel bes­ser: ich durf­te erfah­ren, wie wert­voll mir das Erzäh­len (m)einer Geschich­te ist. Es war übri­gens tat­säch­lich eine Lie­bes­er­klä­rung. Hier kannst du sie nach­le­sen, denn ich habe sie mir hin­ter­her aufgeschrieben.

Ich schnüff­le also nicht nur ger­ne in Büchern, son­dern ich rede auch ger­ne über Bücher und Schön­heit. Und da mich die Schön­heit ein­fach nicht mehr los­lässt und sie mich inzwi­schen zu ihrer Pres­se­spre­che­rin erklärt hat, star­te ich ab dem 1. Febru­ar einen Pod­cast: »Ist das schön?!« Lege die Beto­nung bit­te ent­we­der auf die Fra­ge oder auf den Impe­ra­tiv. Je nach gera­de vor­herr­schen­der Gefühls­la­ge. Denn eines ist gut zu wis­sen: »schön« ist das mit Abstand am infla­tio­närs­ten gebrauch­te Wort in der deut­schen Spra­che. Glaubst du mir nicht? Ach­te mal darauf!

Und da ich kei­ne hal­ben Sachen mag und die Schön­heit ein wesent­li­cher Bestand­teil mei­ner krea­ti­ven Arbeit ist, habe ich mich tie­fer mit der Fra­ge beschäf­tigt, was denn die wich­tigs­ten Prin­zi­pi­en der Schön­heit sind. Denn ich gestal­te nie­mals hübsch. Schön­heit ist viel mehr, ist sehr umfas­send und übri­gens auch ein­fach da. Aber um das The­ma wenigs­tens im Ansatz fass­bar zu machen, habe ich die 10 wich­tigs­ten Prin­zi­pi­en auf­ge­schrie­ben. Hier kannst du sie nachlesen.

Brückenbauerin

Schön­heit und Bücher und Autoren­schaft und Busi­ness und alles zusam­men unter einen Hut zu brin­gen – wel­che Brü­cke braucht es dafür?

Seit Juli 2025 habe ich für mich und mein Busi­ness ein neu­es Cor­po­ra­te Design, ein­schließ­lich einer neu­en Web­site ent­wi­ckelt. Im Rah­men des Jah­res­coa­chings habe ich beschlos­sen, mein Ange­bot auf die Unter­stüt­zung von Autoren im Self­pu­bli­shing und klei­ne Ver­la­ge zu spe­zia­li­sie­ren. Ich möch­te die Brü­cke schla­gen zwi­schen schöns­ten Büchern und schö­nem Busi­ness. Das heißt, ich unter­stüt­ze Ver­le­ger auf ihrem Weg zum Ver­le­ger sein und Autoren in ihre Autoren­schaft. Dafür baue ich gera­de neue For­ma­te, wie z.B. den Selfpublishing-​Kurs »Die 7 To-​Dos zum eige­nen Buch« und ein Begleit­pro­gramm für Buch­mar­ken. Wenn du dazu mehr wis­sen möch­test, dann mel­de dich bit­te bei mir.

Kein Solojahr

Man­che Wege muss man selbst gehen – aber nicht allein. Wäh­rend ich mich also durch Krebs, Klä­rung, Buch­ge­stal­tung und Sinn­su­che tas­te­te, gab es Men­schen, die mit mir gegan­gen sind. Nicht laut. Nicht for­dernd. Ein­fach da waren. Vie­le haben mir ein­fach Kraft und Zuver­sicht geschenkt. Eini­gen davon möch­te ich hier direkt danken:

Zuerst mei­nem Business-​Buddy André Hecker. Er war mein wöchent­li­ches Denk­ge­rüst, wenn mir der Kopf zu voll war. Hat mit mir Fäden sor­tiert, ohne gleich neue Kno­ten reinzumachen.

Son­ja hat mich im Coa­ching gehal­ten, gestärkt, durch­aus her­aus­ge­for­dert und gezeigt, wie viel Kraft im Sor­tie­ren und im Still­wer­den liegt. Mit ihr ging es nicht aus­schließ­lich um Neu­aus­rich­tung und neue Ange­bo­te, son­dern sie beglei­te­te mich in der Stär­kung mei­nes Selbst, bei der Ant­wort auf die Fra­ge: Wer bin ich? Und mei­ne Fami­lie … was soll ich sagen. Mein Mann, mei­ne Kin­der, sie geben mir die Basis. Sind mei­ne lei­se Rück­ver­si­che­rung, dass es mich auch jen­seits aller Rol­len gibt. Und dass ich ein­fach weg sein kann und trotz­dem alles läuft. Das war eine wirk­lich stär­ken­de Erfah­rung, die ich erfah­ren durfte.

Schönheiten

»Glau­be kei­ner Sta­tis­tik, die du nicht selbst gefälscht hast.« sagt mein Mann. Aus die­sem Grund füh­re ich Buch über mei­ne ganz eige­ne Welt in Zah­len. Auf Grund der fünf­mo­na­ti­gen Krebs­er­kran­kung ist sie in die­sem Jahr schma­ler, was ich wirk­lich bedau­re. Ich hof­fe sehr, dass ich 2026 wie­der deut­lich mehr unter­wegs bin. Hier eine klei­ner Blick in mein pri­va­tes Kulturerleben.

Die schönste Ausstellung

Die für mich schöns­te, ja auf­re­gends­te Aus­stel­lung war »Böse Blu­men« in der Samm­lung Scharf-​Gerstenberg Ber­lin. Charles Bau­de­lai­re bewirk­te mit sei­nem Gedicht »Les Fleurs du Mal« 1857 nicht nur einen Skan­del samt Gerichts­pro­zess und Buch­ver­bot, son­dern leg­te auch den Grund­stein für eine neue Ästhe­tik in der Kunst. Die­se Aus­stel­lung sam­melt und spinnt sei­ne Fäden wei­ter und über­trägt sie facet­ten­reich in die heu­ti­ge Zeit. Eine Lie­bes­er­klä­rung an die Schön­heit – ver­hei­ßungs­voll und gif­tig zugleich.

Ins­ge­samt besuch­te ich in die­sem Jahr acht Aus­stel­lun­gen, vie­le davon mit mei­ner Muse­ums­part­ne­rin Lene.

Der schönste Film

Als Kind lieb­te ich den Roman »Der Graf von Mon­te Chris­to« von Alex­an­der Dumas. In die­sem Jahr kam eine Neu­ver­fil­mung zum Buch her­aus. Ein rich­tig schö­ner Aus­stat­tungs­film, der abso­lut mei­nem Wunsch nach Roman­tik und Ver­klä­rung der frü­he­ren Zei­ten ohne Strom und Hei­zung ent­sprach. Und ich fand auch die Sto­ry gut und ohne zu vie­le Aus­las­sun­gen wie­der­ge­ge­ben. Toll!

Ins­ge­samt war ich in zehn Kino­fil­men. Sehr beson­ders das Film­pro­jekt »Memo­ry Hotel« von Hein­rich Sabl. 25 Jah­re wur­de dar­an gear­bei­tet. 25 Jah­re! In einer Zeit des extre­men tech­ni­schen Wan­dels ent­stand ein Ani­ma­ti­ons­film aus Knet­fi­gu­ren und Fotos. Unglaub­lich. Sehenswert!

Die schönste Kultur

Von Klas­sik über Jazz bis Rock, Oper, Musi­cal, Thea­ter und Bal­lett. Es gab von allem etwas, von hoch­pro­fes­sio­nell bis, naja, ein­fach. Was mir in einem kur­zen Jahr so über den Weg läuft …

Das schönste Buch

46 Bücher sind in die­sem Jahr zu mir gekom­men (selbst gestal­te­te nicht mit­ge­zählt). Bei der Viel­falt kann ich mich nicht auf eine Schön­heit fest­le­gen. Sehr geliebt habe ich »Das Gewicht der Wor­te« von Pas­cal Mer­cier. Wör­ter tra­gen Gewicht. Und es sind vie­le schö­ne und häss­li­che und nichts sagen­de und schwer­wie­gen­de. Spra­che ist eine gro­ße Lie­be von mir und wird in die­sem Buch herr­lich groß geschrie­ben. Oder »Die Gleich­zei­tig­keit der Din­ge« von Kar­la Hen­ning. Es han­delt von der End­lich­keit der Din­ge, Welt­schmerz, der unmög­li­chen Schön­heit des Uni­ver­sums, von Zucker­guss auf Kacke und Empa­thie­schmerz (kaum aus­zu­hal­ten), dem unmög­li­chen Opti­mie­rungs­wil­len des “dar­über Hin­weg­kom­mens” und der Kraft von Gleich­mut und Selbst­mit­ge­fühl. Es stif­tet zu mehr Mutig­keit an, den Ambi­va­len­zen des Lebens eben nicht aus­zu­wei­chen, son­dern den “bit­ter­sü­ßen Raum zwi­schen Schmerz und Schön­heit” voll Ver­trau­en zu halten.

Es gehör­te Lyrik genau­so in mein Jahr, wie diver­se Rat­ge­ber und Fach­bü­cher zum The­ma Prä­senz, Mar­ken­ge­stal­tung, Design, KI und Quan­ten­phy­sik und auch ein­fach schön illus­trier­te Bücher, zum Bei­spiel von Kat Men­schik oder Flo­ri­an Bay­er (»Kat­zen­ta­ge« von Ewald Arenz).

Das schönste Event

Seit dem 3. Janu­ar 2025 habe ich ein Tat­too auf mei­nem lin­ken Arm. Es han­delt sich bei mir um die künst­le­ri­sche Inter­pre­ta­ti­on der letz­ten Wor­te mei­ner Mut­ter bevor sie selbst­be­stimmt ver­starb. Dies geschah im Bei­sein von mir und mei­nen bei­den Töch­tern. Und in die­sem Jahr haben wir drei uns in einer kon­zer­tier­ten Akti­on die­se Wor­te als Tat­too ste­chen las­sen. Jede anders und jede an ande­rer Stel­le. Aber es ver­bin­det uns mit­ein­an­der und auch mit Mut­ter und Oma. Ich lie­be es.

Das schöne Leben

Eine für mich sehr wich­ti­ge Zahl habe ich noch: 1095. Seit dem 2. Janu­ar 2023 trin­ke ich kei­nen Alko­hol mehr. Gar kei­nen. Und ich habe auch nicht vor, wie­der anzu­fan­gen. Zu gut ist die Wir­kung durch den Ver­zicht. Dar­auf bin ich stolz, denn ich dach­te immer, durch das abend­li­che Glas Wein und die schö­nen Trink­ge­le­gen­hei­ten in Gesell­schaft wür­de sich mei­ne Lebens­qua­li­tät stei­gern. Nach drei Jah­ren Abs­ti­nenz weiß ich, dass ich heu­te ein deut­lich ent­spann­te­res und gesün­de­res Leben mit kla­rem Kopf führe.

Die schönsten Gedanken

Viel­leicht bemerk­test du es bereits, die Schön­heit ist DIE gro­ße Kraft für mich. So star­te­te ich in das Jahr 2025 mit einem Zitat von van Gogh, das er in einem Brief an sei­ne Mut­ter schrieb: »Fin­de nur schön soviel du kannst. Die meis­ten fin­den nicht genug schön.« Im Jahr 2024 hat­te ich ins­ge­samt 360 »Schö­ne Gedan­ken« auf Social Media geteilt. Bis zum 21. März 2025 habe ich das wei­ter­ge­führt. Und dann konn­te ich nicht mehr. Ja, Schön­heit trägt und sie wirkt, tief und vol­ler Frie­den. Doch mein Tun in den ver­schie­de­nen Social Media Kanä­len hat mich irre viel Kraft und Zeit gekos­tet. Ich habe im Zuge des­sen mei­nen Face­book Account gelöscht, kei­ne Instagram-​Beiträge mehr ver­öf­fent­licht und mich aus die­ser Form der Öffent­lich­keit zurück­ge­zo­gen. Das hat mich zen­triert und wie­der zu mir zurück geführt. Mal schau­en, wie es jetzt im Jahr 2026 wei­ter­ge­hen wird.

Zukunftslust

Wie schon beschrie­ben rich­tet sich mein Ange­bot als gestal­ten­de Bera­te­rin mehr und mehr auf die Unter­stüt­zung von Self­pu­blishern und Ver­le­gern. Du bekommst Unter­stüt­zung bei der Ver­öf­fent­li­chung dei­nes Buches, bei der Ent­wick­lung dei­ner Autoren­schaft und auch als Ver­le­ger. Und natür­lich gestal­te ich selbst Bücher. Schö­ne Bücher!

Und als Pres­se­spre­che­rin der Schön­heit gebe ich ab dem 1. Febru­ar den Pod­casts »Ist das schön?!« her­aus. Der Pod­cast besteht aus Inter­views und kur­zen Zwi­schen­ge­dan­ken. Es wird in den Gesprä­chen mit Men­schen aus unter­schied­lichs­ten gesell­schaft­li­chen Berei­chen nicht aus­schließ­lich um die per­sön­li­che Beant­wor­tung der Fra­ge: “Was fin­dest du schön?” gehen. Es geht viel­mehr um For­schung und Hin­ter­fra­gen, wie zum Bei­spiel: In der Schön­heit und ihrem Erken­nen liegt ein unend­li­ches Poten­zi­al Din­ge posi­tiv zu ver­än­dern. Was bedeu­tet also Schön­heit für unse­re mensch­li­che Zukunft und unser Mensch­sein? Wie kann Schön­heit in sei­ner gan­zen Viel­falt für die fried­li­che Ent­wick­lung der Mensch­heit genutzt wer­den? Vor­be­rei­tet sind bereits Inter­views aus dem Bereich Archi­tek­tur: Moder­nis­mus ver­sus Indi­vi­dua­li­tät? (Wohn­si­los aus den 50er und 60er Jah­ren wer­den inzwi­schen wie­der abge­ris­sen, da nie­mand dort leben möch­te.), Lebens­um­feld: Men­schen, die an schö­nen Orten leben, ver­die­nen durch­schnitt­lich mehr Geld, zah­len daher mehr Steu­ern und sind weni­ger kri­mi­nell. Was bewirkt eine schö­ne Umwelt?; Mathematik/​Wissenschaft: War­um fin­det ein Wis­sen­schaft­ler eine Erkennt­nis, von deren Rich­tig­keit er zutiefst über­zeugt ist (z.B. eine mathe­ma­ti­sche For­mel) schön? Was ist dar­an schön? bis hin zum The­ma Tod: kann man schön sterben?

Außer­dem liegt bereits ein ers­tes gro­bes Kon­zept für ein Haus der Schön­heit in mei­ner Schub­la­de. Ich wün­sche mir, dass es in Ber­lin ent­steht. Denn: Äuße­re Schön­heit macht fried­lich. Inne­re Schön­heit macht zufrie­den. Schön­heit ver­kör­pert das bei sich sein in sei­ner gan­zen Indi­vi­dua­li­tät und ist gesell­schaft­lich durch­aus steu­er­bar: zum Bei­spiel in den Berei­chen Bil­dung, Woh­nen, Arbeit, Gesund­heit. Ich den­ke mir das Haus als einen Ort der Begeg­nung, For­schung und Ent­wick­lung von Gesell­schaft mit und durch Schön­heit – fast als wäre es ein Minis­te­ri­um, nur ohne Büro­kra­tie. Und ich suche natür­lich Mit­ma­cher. Denn die­se Idee geht weit über mei­ne per­sön­li­chen Fähig­kei­ten hin­aus und ein Minis­te­ri­um funk­tio­niert ja auch nicht mit einer ein­zi­gen Beamtin.

Jenseits des Jahresrückblicks

kannst du natür­lich auch in die­sem neu­en Jahr wei­ter mit mir arbei­ten. Ich ste­he dir

  • bera­tend zu Self­pu­bli­shing und Buchmarke,
  • ganz kon­kret bei Buch­ge­stal­tun­gen und
  • als Beglei­tung und Unter­stüt­zung für Ver­le­ger und Autoren

zur Ver­fü­gung. Sprich mich ein­fach an!

Am ein­fachs­ten ist es, wenn du jetzt, nach­dem du bis zum Schluss die­ses lan­gen Bei­trags gele­sen hast, ganz neu­gie­rig auf die­ser Web­site stö­berst. Es gibt eini­ges zu entdecken.
Und wenn du magst, dann schrei­be ger­ne einen Kom­men­tar oder lass uns ken­nen­ler­nen. Dazu kannst du dir auf mei­ner Web­site ein­fach einen Ter­min buchen. Ich freue mich auf Aus­tausch und Unterstützung.

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