Jana Schlosser – Setzerwissen – Ligatur
Jana Schlosser – Setzerwissen – Ligatur

Vorsatz

Doppelblatt

Ein Zei­chen, das an sich aus meh­re­ren besteht. Ver­mei­det Buch­sta­ben­kol­li­sio­nen.
Leser­lich.

Ursprüng­lich ist die Liga­tur eine aus dem Buch­druck stam­men­de Ver­bin­dung von meh­re­ren Zei­chen zu einer Ein­heit (Let­ter). Dadurch konn­ten unschö­ne Abstän­de aus­ge­gli­chen wer­den. Im Digi­tal­satz wird ein Inein­an­der­schie­ben von zumeist Ober­län­gen ver­hin­dert, z.B. bei f und i rückt der Punkt des i nicht in den obe­ren Aus­läu­fer des f hinein.

Eine der meist­ge­nutz­ten Liga­tu­ren in der deut­schen Spra­che ist wohl das ß.

Die moderns­te Liga­tur dürf­te das @ sein, das die Buch­sta­ben at abkürzt.

Klas­si­sche Liga­tu­ren sind fl, fi, ff, ft, fft, ffl, ffi, tt und eben­so œ und æ. Lei­der wer­den Liga­tu­ren in nur sehr weni­gen digi­ta­len Schrif­ten angeboten.

Es gibt Wör­ter, in denen Liga­tu­ren aus gram­ma­ti­ka­li­schen Grün­den nicht ver­wen­det wer­den dür­fen, z.B. Auf­la­ge. Auch beim Sper­ren von Wör­tern (Aus­ein­an­der­rü­cken der Ein­zel­buch­sta­ben) dür­fen Liga­tu­ren nicht ver­wen­det werden.

Übri­gens: die Typo­gra­fi­sche Gesell­schaft Mün­chen (tgm) bezeich­net ihre Mit­glie­der als Ligaturen.

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